Deutsche und ukrainische Forstleute wollen bei nachhaltiger Waldbewirtschaftung stärker zusammenarbeiten

Waldbewirtschaftung Bild vergrößern Waldbewirtschaftung (© Deutsche Botschaft Kiew) 27.10.2017

Eine Gruppe von Waldexperten aus Deutschland besuchte vom 16.- 20. Oktober 2017 die Ukraine. Mit Vize-Land- wirtschaftsminsterin Olga Trofimzewa, der Leiterin der Staatlichen Agentur für Waldressourcen, Kristina Jushkevich und ihrem Stellvertreter Volodymyr Bondar sprach die deutsche Delegation über Fragen des Waldschutzes und vereinbarte die Intensivierung des bereits bestehenden Erfahrungsaustauschs zwischen beiden Ländern zur Förderung nachhaltiger Waldbewirtschaftung.

Neben den Fachgesprächen in Kiew besuchten die deutschen Forstleute Wälder der staatlichen Forstbetriebe in Bila Zerkwa (Gebiet Kiew), Radomyshl (Gebiet Schytomyr) und Wyhoda (Gebiet Iwano-Frankiwsk). Dabei wurden aktuelle Probleme des Borkenkäferbefalls bei Nadelbäumen, des Mistelbefalls bei Esche und das zunehmend auftretende Ulmensterben erörtert und Gegenmaßnahmen diskutiert.

Die ukrainischen Forstleute stellten der deutschen Delegation ein neues System zur Nachverfolgung von Holz vor, mit dem illegaler Holzeinschlag und der Handel mit illegal eingeschlagenem Holz bekämpft werden soll.

In einem weiteren Gespräch mit Vertretern der Universitäten Kiew, Lemberg und des Instituts für Forstwirtschaft Charkiw unterstrichen beide Seiten die Bedeutung, wissenschaftliche Erkenntnisse der forstlichen Praxis bereitzustellen. Dies gelte gerade vor dem Hintergrund des Klimawandels, der zahlreiche Waldbestände in Deutschland und der Ukraine insbesondere durch aufkommenden Wassermangel und zunehmenden Insektenbefall beeinträchtigt. Bei dieser Herausforderung und bei weiteren Themen wie der nachhaltigen Waldbewirtschaftung und der Modernisierung der Forstbetriebe beabsichtigen die deutschen und ukrainischen Waldexperten zusammenzuarbeiten.