Hilfe für traumatisierte Menschen: 50 Hundeführer und Psychologen trainieren mit deutscher Unterstützung Einsatz von Hunden in der Trauma-Therapie

Einsatz von Hunden in der Trauma-Therapie Bild vergrößern Einsatz von Hunden in der Trauma-Therapie (© GIZ / Lea Mulyono) 20.11.2107

Am 11. und 12. November 2017 begann in Saporishshja eine Trainingsreihe für Psychologen, Hundeführer und ihre Tiere mit dem Ziel, ausgebildete Hunde in der Therapie traumatisierter Menschen im Osten der Ukraine einzusetzen. Die Maßnahme setzt die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH im Auftrag der Deutschen Bundesregierung um.

„An der Trainingsreihe nehmen zehn Hundeführer der Gesellschaft des Ukrainischen Roten Kreuzes Mariupol und des Verbands der ukrainischen Hundeführer Saporishshjas teil. In praktischen Übungen werden die Tiere ausgebildet, um sie vor allem in der therapeutischen Behandlung traumatisierter Kinder einzusetzen“, erklärte Tobias Schrader von der Deutschen Botschaft. Die Trainingsreihe führt Fachleute, Freiwillige aus dem Katastrophenschutz und der psychosozialen Arbeit, sowie vierzig ukrainische Psychologen zusammen.

Nach Angaben der Vereinten Nationen sind aufgrund des Konflikts in der Ost-Ukraine vor allem Binnenvertriebene traumatisiert: Fast ein Drittel leidet unter einem posttraumatischen Syndrom, erhält mehrheitlich aber keine psychosoziale Hilfe. Während in vielen Ländern der Einsatz von Therapiehunden als Standard anerkannt ist, da seine positive Wirkung bei der Behandlung traumatisierter Menschen nachgewiesen wurde, ist dieser Therapieansatz in der Ukraine noch weitestgehend unbekannt.

FOTO: Kristina Michač (Mitte), Psychologin, Hundeführerin und international anerkannte Expertin für Therapie-Hunde leitet die Trainings. Tetyana Skyba (links) und Anna Stetsuk (rechts) nehmen daran teil. Sie arbeiten für „Santis“, eine NGO, die humanitäre und psychosoziale Unterstützung für bedürftige Bevölkerungsgruppen leistet.