Vize-Minister Parzchaladse und Staatssekretär Adler vergeben Zweiten Leipzig-Preis zur integrierten Stadtentwicklung in der Ukraine

„Leipzig-Preis zur integrierten Stadtentwicklung in der Ukraine“ Bild vergrößern „Leipzig-Preis zur integrierten Stadtentwicklung in der Ukraine“ (© BMUB, Thomas Haberland) 06.12.2017

Das deutsche Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und das ukrainische Ministerium für Regionalentwicklung eröffneten am 1. Dezember 2017 in Lemberg die zweite deutsch-ukrainische Stadtentwicklungskonferenz. Dabei wurde bereits zum zweiten Mal der „Leipzig-Preis zur integrierten Stadtentwicklung in der Ukraine“ vergeben. Um die mit insgesamt 30.000 Euro dotierten Preise haben sich fast 50 Projekte aus ukrainischen Städten und Gemeinden beworben.

Baustaatssekretär Gunther Adler: „Ich freue mich sehr, dass wir erneut eine so große Resonanz auf unsere Auslobung des Leipzig-Preises erhalten haben. Die Zivilgesellschaft und die Kommunen in der Ukraine sind mit ihren Reformprozessen auf einem guten Weg. Integrierte Stadtentwicklung ist zu Recht auch für die Ukraine ein wichtiges Thema.“
Vizeminister Lev Parzchaladse unterstrich in seinem Grußwort die Bedeutung der deutsch-ukrainischen Zusammenarbeit für die ukrainische Stadtentwicklungspolitik. In diesem Handlungsfeld seien dezentrale Lösungen und ein Austausch auf kommunaler Ebene über die nationalen Grenzen hinaus besonders gewinnbringend.

Der im August 2017 zum zweiten Mal gestartete Städte-Wettbewerb hat das Ziel, die nachhaltige Entwicklung von Städten und Stadtteilen in der Ukraine zu fördern und die Kooperation zwischen den Akteuren zu verbessern.

Den 1. Preis gewann das Projekt „Changing Places“ aus Odessa. Das Projekt stärkt mit vielfältigen Aktivitäten und unterschiedlichsten Akteuren die Verantwortung der Bürger für ihre Stadt.

Den 2. Preis erhielt die „Rekonstruktion des zentralen Stadtplatzes“ in der Stadt Illintsi. Nach Einschätzung der Juri ist es der Stadt dank des Projekts gelungen, die aktuelle Transformation der modernen, ukrainischen Gesellschaft in der Umgestaltung des zentralen Stadtplatzes widerzuspiegeln.
Den 3. Preis gewann die „Plattform der öffentlichen und kulturellen Initiativen Turbine“ aus der Stadt Kherson. In Zusammenarbeit zwischen Investoren, Freiwilligen und der Stadtverwaltung wird ein altes Industriegebäude erhalten und einer neuen Nutzung zugeführt.

Die Stadtentwicklungskonferenz ist Teil der Zusammenarbeit zwischen Deutschland und der Ukraine im Bereich der integrierten Stadtentwicklung. Mit fast 300 Teilnehmern brachte die Konferenz Stadtentwicklungsexperten aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Wirtschaft und der Zivilgesellschaft zusammen und stärkte den Erfahrungsaustausch für eine integrierte Stadtentwicklung. Die Konferenz stand unter dem Titel „Die lebenswerte Stadt“ und spiegelte mit den Schwerpunktthemen Partizipation, Klimaschutz und Kreativität auch für die Ukraine wichtige Aspekte wider.