Die Ukraine und die Europäische Union arbeiten eng im Pflanzenschutzbereich zusammen

EU-Twinning-Projekt Bild vergrößern EU-Twinning-Projekt (© Dienst für Nahrungsmittelsicherheit und Verbraucherschutz) Am 24.04.17 wurde in Kiew ein EU-Twinning-Projekt zur Annäherung der ukrainischen Pflanzenschutzbestimmungen an die EU-Standards gestartet. Das von Deutschland, Lettland und Litauen zusammen mit der Ukraine durchzuführende Projekt zielt auf die Verbesserung des Schutzes von Mensch und Umwelt beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ab.

Knapp 50 Gäste folgten der Einladung zur Kick-Off-Veranstaltung im ukrainischen Ministerium für Agrarpolitik und Ernährung (MAPE). Neben Angehörigen des MAPE und des ukrainischen staatlichen Dienstes für Nahrungsmittelsicherheit und Verbraucherschutz waren Vertreter der EU-Delegation, der Botschaften der drei Partnerländer der am Projekt beteiligten Fachbehörden, des Berufsstands und der Wirtschaft anwesend.

 Das Behördenpartnerschaftsprojekt strebt den Aufbau von Management-Strukturen in den zuständigen ukrainischen Dienststellen an, die einen sachgemäßen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in der Ukraine gemäß EU-Standards ermöglichen. Dieses Ziel soll über folgende Projektkomponenten erreicht werden:

1. Harmonisierung des ukr. Pflanzenschutzrechts mit dem EU-Acquis im Bereich Pflanzenschutzmitteleinsatz und Pflanzenschutzmittelrückstands-Überwachung.

2. Überprüfung und operative Optimierung des ukr. Pflanzenschutzdienstes.

3. Überprüfung und operative Optimierung der staatlichen ukrainischen Labors im Pflanzenschutzbereich.

In das eine Laufzeit von 21 Monaten umfassende Projekt sind aus Deutschland Experten des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, des Julius-Kühn-Instituts (Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen), des Bundesinstituts für Risikobewertung und des Industrieverbands Agrar e.V. beteiligt.