Deutschland fördert die Räumung des Unfallortes Balaklija

Deutschland fördert die Räumung des Unfallortes Balaklija Bild vergrößern Deutschland fördert die Räumung des Unfallortes Balaklija (© Deutsche Botschaft Kiew) 10.11.2017

Die Bundesregierung fördert die Räumung des Unfallortes Balaklija von Kampfmittelresten. Sie unterstützt die weltgrößte Minenräumorganisation HALO durch die Beschaffung eines gepanzerten Räumfahrzeuges, mit dem die explosiven Kampfmittelreste, die durch die Explosion vom 23. März dieses Jahres weiträumig verstreut wurden, effektiv beseitigt werden können. Deutschland stellt hierfür 200.000,- Euro zur Verfügung.
Explosive Kampfmittelrückstände stellen eine erhebliche Gefahr für die Zivilbevölkerung dar. Spielende Kinder, aber auch unbedachte Erwachsene, die versuchen, den Metallschrott zu nutzen, erleiden in der Ukraine immer wieder Unfälle. Kampfmittelreste und Landminen kontaminieren in der Ukraine große Flächen, die nicht genutzt werden können und mit enormem Aufwand wieder gesäubert werden müssen. Die Bundesregierung fördert HALO bereits seit 2016 im Rahmen der Minenräumung in der Ostukraine mit insgesamt 1,5 Mio. Euro. Bisher konnten mit deutschen Mitteln ca. 100.000 qm geräumt werden. Dabei wurden 27 Landminen und Blindgänger sichergestellt.
Deutschland wird die Ukraine auch in Zukunft dabei unterstützen, die Gefährdungen für die Zivilbevölkerung zu minimieren. So hat die Bundesregierung das Geneva International Center for Humanitarian Demining (GICHD) gefördert, um eine gesetzliche Regelung für die landesweite Räumung von Minen und Kampfmitteln zu unterstützen. Deren Verabschiedung durch die Ukraine steht noch aus.