Bundeskanzlerin Merkel und der Sprecher des Auswärtigen Amtes zum Tod eines OSZE-Mitarbeiters in der Ostukraine

Bundeskanzlerin Merkel am 23.04.2017:

"Die Nachricht vom Tod eines Mitarbeiters der Special Monitoring Mission der OSZE in der Ostukraine erfüllt mich mit Trauer und Entsetzen. Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen und allen Mitarbeitern der OSZE, die in der Konfliktregion ihren Dienst im Auftrag der internationalen Gemeinschaft versehen. Den verletzten Mitarbeitern der OSZE, darunter eine Deutsche, wünschen wir schnelle und vollständige Genesung.

Die Bundesregierung erwartet, dass die Konfliktparteien sofort alles Erforderliche unternehmen, um zu klären, wie es zu diesem tragischen Geschehen kommen konnte und wer dafür die Verantwortung trägt. Zudem müssen die Konfliktparteien endlich den seit langem verabredeten Waffenstillstand vollständig einhalten.

Dabei kommt den von Russland unterstützten Separatisten, die widerrechtlich und mit Gewalt Teile des ukrainischen Staatsgebiets besetzt halten, eine besondere Verantwortung zu."

Der Sprecher des Auswärtigen Amtes am 24.04.2017:

"Es muss alles getan werden, um aufzuklären, was dort geschehen ist, ob es sich nur um einen schrecklichen Unfall handelt oder ob mehr dahintersteckt und damit regelrecht die Arbeit der Beobachtermission für Frieden und eine Überwindung des Konfliktes sabotiert werden sollte. Dabei stehen eben die Separatisten, in deren faktischem Herrschaftsbereich das alles gestern geschehen ist ‑ in der Nähe von Lugansk ‑, in besonderer Verantwortung und damit auch diejenigen, die diese Separatisten unterstützen, und die sitzen in Moskau."