„Wodka für den Torwart“ oder über den ukrainischen Fußball und anderes auf Deutsch
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„Wodka für den Torwart“ oder über den ukrainischen Fußball und anderes auf Deutsch
Ort: Goethe-Institut
Zeit: 14. Juni 2012, 19.00 Uhr
Teilnehmer: Saschko Uschkalow, Claudia Dathe, Jakob Mischke
Moderation: Nelja Wachowska
Veranstaltungssprache: Ukrainisch
Die Veranstaltungsreihe „Übersetzertreffen“ lädt ein zu Begegnungen mit kickenden Priesteranwärtern, mit KGB-Offizieren und Mafia-Bossen, mit versoffenen Ex-Profis und ganz normalen Fans im Fußballfieber. Saschko Uschkalow und Claudia Dathe lesen die Texte und diskutieren über Fußball, Literatur und ihre aktuellen Kontexte.
Der Verein translit, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, ukrainische Literatur im deutschsprachigen Raum zu verbreiten, hat kürzlich den Band „Wodka für den Torwart“ herausgegeben, der Erzählungen und Essays umfasst, die zum großen Teil speziell für den deutschen Leser geschrieben worden sind.
Die Übersetzung von Literatur ist immer ein kultureller Transfer, die Sozialisierung des Fremden und das Erkennen des Eigenen. Wenn wir übersetzen, präsentieren wir nicht einfach einen Text und seinen Autor, sondern auch den kulturellen Raum, in dem er geschaffen wurde, sein politisches Umfeld und die Geschichte der entsprechenden Literatur, der Leser, für die der Text verfasst worden ist, und über diejenigen, die den Text heute lesen. Mit den Übersetzern Claudia Dathe und Jakob Mischke wollen wir an dem Abend folgende Fragen diskutieren:
- Welche Erfahrungsräume der Ukraine müssen in Deutschland vermittelt werden?
- Dominieren die Diskussionen um Julia Timoschenko und die EM 2012 das literarische Bild der Ukraine in den Augen des westlichen Lesers?
- Welche Gemeinsamkeiten gibt es zwischen Literatur, Fußball und dem Übersetzen?
- Warum darf sich nur der Torwart ein Gläschen genehmigen?
Der Autor Saschko Uschkalow legt seine Sicht dar, was es bedeutet, dem westlichen Leser die Ukraine zu präsentieren, aus der explosiven Perspektive der Verbindung von Sport und Politik, Fußball und dem gegenwärtigen Zustand der ukrainischen Gesellschaft.