Soll ich Geld an meine Internetbekanntschaft überweisen, damit sie mich besuchen kommen kann?

Zum Thema „Bekanntschaften über das Internet“ informiert die Botschaft:


Bekanntschaften über das Internet sind eine beliebte und interessante Art, neue Kontakte zu knüpfen, die von Freundschaft bis Liebe reichen können. Bitte bedenken Sie jedoch dabei, dass es auch Bauernfänger gibt, die ihre Opfer über das Internet suchen und finden.


Die Kosten für das Visumverfahren umfassen die Gebühr für die Termineinholung (5 Euro), die Visumgebühr (35 Euro) und ggfs. Anfahrt und eine Übernachtung in Kiew. Das Visum wird in der Regel innerhalb von 24 Stunden erteilt.


Wenn Sie den Besuch Ihrer Internetbekanntschaft finanziell absichern wollen, so können Sie dies durch die Abgabe einer förmlichen Verpflichtungserklärung vor der Ausländerbehörde an Ihrem Wohnsitz.


Eine gesonderte Geldüberweisung für die Bestreitung des Visumverfahrens ist also nicht erforderlich und hat ggfs. andere Hintergründe:


Eine beliebte Masche ist es, nach mehreren Kontakten per Internet und per Telefon einen Besuch in Deutschland vorzuschlagen. Die Botschaft wird von enttäuschten Einladern in Deutschland immer wieder informiert, dass sie mehrfach Geld an ihren Gast überwiesen hätten, aber die Botschaft dauernd das Visum verweigern würde, oder aber immer wieder neue Unterlagen fordere, so dass Ihr Gast laufend und für viel Geld zwischen seinem Wohnort und Kiew hin und her fahren müsse um den Visumantrag zu stellen.


Die Botschaft regt an, dass Sie Ihre neue Bekanntschaft zunächst in der Ukraine treffen. Dies gilt insbesondere dann, wenn Sie sich erst relativ kurz kennen. Sie können als deutscher Staatsangehöriger visumfrei in die Ukraine reisen und gleichzeitig auch ein wenig von den Schönheiten des Landes sehen. Grundsätzlich ist es natürlich Ihnen überlassen, wo und wann Sie Ihre Bekanntschaft treffen wollen.