Finanzielle Absicherung des Aufenthaltes

Gemäß Artikel 21 Absatz 3b Visakodex darf ein Visum nur erteilt werden, wenn der Aufenthalt im Schengenraum finanziell abgesichert ist.

Es gibt grundsätzlich zwei Möglichkeiten:

a)      Der Gastgeber übernimmt die Kosten.

b)     Der Antragsteller trägt die Kosten selbst.

  • Wenn der Gastgeber die Kosten übernimmt, kann er dies durch Abgabe einer Verpflichtungserklärung möglichst für den gesamten Zeitraum des geplanten Aufenthaltes tun.
    Es kommt entscheidend darauf an, dass auf der Rückseite die Bonität durch die Ausländerbehörde bestätigt wurde (glaubhaft gemacht/ nachgewiesen).

  • Sofern Sie von einer Firma eingeladen werden, die über ein Stammkapital von mindestens 25.000 Euro verfügt, genügt eine formlose Kostenübernahmerklärung mit Hinweis auf die §§ 66-68 AufenthG in der Einladung.
    Die Einladung ist zwingend von einer dazu befugten Person zu unterschreiben.
    Sofern sie nicht im Handelsregisterauszug steht, ist eine entsprechende Zeichnungsbefugnis nachzuweisen.

  • Wenn Sie selbst die Kosten tragen, dann können Sie Ihre finanzielle Leistungsfähigkeit wie folgt nachweisen:

    -  Kontoauszüge der vergangenen 3 Monate (Gehaltskonten, Rentenkonten werden auch akzeptiert)

    -  aktuelle Kreditkartenabrechnungen der vergangenen 3 Monate

    -  Kontoauszug einer Filiale der ProCredit Bank mit an die Visagültigkeit angepassten Verfügungsrahmen
    (ist nur für ein Visum zur einfachen Einreise geeignet; in der Regel in Höhe von 45 Euro pro Aufenthaltstag pro Person; dieser Betrag muss bis zum Reiseantritt zur Verfügung stehen).
    Die Botschaft behält sich vor, bis zum Reiseantritt den Kontostand zu überprüfen.
    Bitte beachten Sie, dass die Botschaft keinerlei rechtliche Handhabe bezüglich der Geschäftspraktiken der privatwirtschaftlich agierenden ProCredit Bank hat.

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