Remonstrationsverfahren (Widersprüche)

Ihr Visumsantrag wurde abgelehnt.

Hier finden Sie Erläuterungen zu dem Ihnen ausgehändigten Ablehnungsbescheid, die Ihnen helfen sollen, die zur Ablehnung führenden Gründe besser zu verstehen.

Möglicherweise sind Sie nach Durchsicht dieser Erläuterungen mit der Entscheidung der Botschaft nicht einverstanden. Vielleicht haben Sie auch einfach weiterführende Fragen zu den Ablehnungsgründen Ihres persönlichen Visumantrages und/ oder Sie möchten Ablehnungsgründe durch Nachreichung weiterer Unterlagen und Erklärungen ausräumen. In diesen Fällen können Sie oder ein von Ihnen Bevollmächtigter gegen die Ablehnung remonstrieren und um erneute Prüfung Ihres Antrages bitten.

Die Remonstrationsfrist für Schengenvisa beträgt 1 Monat ab Erhalt des Ablehnungsbescheides.

Beispiel:

Am 10.05.2015 erhalten Sie Ihren unvisierten Pass mit einem Ablehnungsbescheid und der Rechtsbehelfsbelehrung zurück. Die Frist zur Remonstration beginnt am 11.05.2015. Ihr Remonstrationsschreiben muss spätestens am 10.06.2015 bei der Botschaft eingegangen sein. Ansonsten wäre Ihre Remonstration verfristet und nicht mehr zulässig.

Richten Sie Ihre Remonstration und im Rahmen der Remonstration nachgeforderte Unterlagen bitte schriftlich in deutscher, ukrainischer oder russischer Sprache an folgende Adresse:

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland

- Visastelle -

wul. Lwa Tolstoho, 57, Businesszentrum "101 Tower"

01901 Kiew

ODER  per Fax an

0049-30-5000-67099

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die Remonstration in den Hausbriefkasten der Botschaft in der wul. Bogdana Chmelnyzkoho 25 einzuwerfen oder diese als eingescanntes Dokument auf elektronischem Wege an die Visastelle zu übersenden.


Ihre Remonstration sollte Folgendes enthalten:

 - Ihren Namen, Vornamen, Geburtsdatum, Geburtsort, Passnummer

 - das Ablehnungsdatum

 - zustellungsfähige Anschrift (Straße, Haus, Wohnung, Stadt/Dorf/Siedlung, Kreis, Region, PLZ)

 - ggf. Ihre E-Mail-Adresse

 - Ihre eigenhändige Unterschrift und, sofern Sie nicht selbst remonstrieren, eine von Ihnen eigenhändig unterschriebene Vollmacht

 - ausführliche Begründung, warum aus Ihrer Sicht die Ablehnung nicht gerechtfertigt ist

 - ausführliche Darlegung zu welchem Zweck Sie nach Deutschland reisen möchten und aus welchen Gründen der Aufenthalt für Sie wichtig ist

  - weitere Unterlagen, die Ihre Argumentation stützen und bei Antragstellung noch nicht vorgelegen haben.

Bitte beachten Sie :

Remonstrationen, die nicht eigenhändig unterschrieben und/ oder ohne Vollmacht des Antragstellers eingehen, können nicht bearbeitet werden.

Bitte sehen Sie davon ab, dem Remonstrationsschreiben Reisepässe beizufügen.

Sobald Ihre Remonstration frist- und formgerecht in der Botschaft eingegangen ist, wird Ihr Visumantrag erneut umfassend überprüft. Im Remonstrationsverfahren nachgereichte Unterlagen und die in Ihrem Remonstrationsschreiben enthaltenen Ausführungen werden hierbei berücksichtigt. Möglicherweise kontaktiert Sie die Visastelle zwecks der Nachreichung von Dokumenten oder um noch offene Fragen zu klären.

Sollte die Erteilung des begehrten Visums nach Abschluss des Remonstrationsverfahrens möglich sein, werden Sie zu einer erneuten Vorsprache zwecks Visumerteilung in die Botschaft eingeladen. Andernfalls erhalten Sie ein Schreiben – einen sog. Remonstrationsbescheid – in welchem die Gründe für die Ablehnung und ihre Aufrechterhaltung ausführlich dargestellt werden. Gegen einen Remonstrationsbescheid kann innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe Klage zum Verwaltungsgericht in Berlin erhoben werden.

Die Konsultation eines Reisebüros oder einer kommerziellen Firma ist für die Verfassung des Remonstrationsschreibens NICHT erforderlich!

FAQ zum Thema "Ablehnung des Visumantrags"

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