Physiker aus Leipzig und Lviv starten Institutspartnerschaft
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Laseranlagen
(© picture alliance / dpa)
Physiker der Universität Leipzig haben Anfang April dieses Jahres eine neue, von der Alexander-von-Humboldt Stiftung geförderte Institutspartnerschaft mit dem Institute of Condensed Matter Physics der National Academy of Sciences of Ukraine in Lviv gestartet.
Verantwortlich für das Projekt ist auf Leipziger Seite Prof. Dr. Wolfhard Janke, der Leiter der Arbeitsgruppe "Computerorientierte Quantenfeldtheorie" des Instituts für Theoretische Physik. Durch die neu eingerichtete Institutspartnerschaft werden ukrainische Wissenschaftler in den nächsten drei Jahren regelmäßig für mehrere Monate an der Universität Leipzig zu Gast sein.
Partnerin auf ukrainischer Seite ist Dr. Viktoria Blavatska, die 2007 mit einem Humboldt-Fellowship ein Jahr an der Alma mater geforscht hat und anschließend mehrmals für längere Forschungsaufenthalte in Leipzig zu Gast war.
Inhaltlich befasst sich das gemeinsame Projekt mit Polymeren in ungeordneten Materialien, die von porösen Gesteinsschichten bis hin zu komplexen biologischen Zellen reichen können, in denen andere Moleküle zufällig verteilte Hindernisse darstellen (sogenannte "crowded cells"). Aufbauend auf vorbereitende Arbeiten der Wissenschaftler der Universität Leipzig, die bereits zu zahlreichen gemeinsamen Veröffentlichungen mit dem Institut in Lviv geführt haben, sollen jetzt auch Situationen betrachtet werden, bei denen die Unordnungsstärke nicht rein zufällig verteilt ist, sondern bestimmten räumlichen Mustern folgt.
Prof. Janke betont, dass diese Institutspartnerschaft bereits bestehende Forschungsverbünde der Universität Leipzig im Rahmen der Graduiertenschule BuildMoNa, des deutsch-französischen Graduiertenkollegs mit der Unversité Nancy, der sächsischen Forschergruppe FOR877 und des erst kürzlich eingerichteten Sonderforschungsbereichs SFB/TRR102 mit der Universität Halle ergänzt. "Ich erhoffe mir von der bevorstehende Zusammenarbeit mit den Wissenschaftlern aus Lviv wertvolle Impulse für neue Fragestellungen", sagte er.
Mehr zum Projekt unter www.physik.uni-leipzig.de/~janke